Hospizdienst

Ökumenischer Hospizdienst Region Öhringen


Bild: Günter Havlena, www.pixelio.de
  • Kooperationspartner: Diakoniestation Öhringen, Evangelische Kirchengemeinden imKirchenbezirk Öhringen
  • Finanzierung: Freundeskreis des Hospizdienstes, Diakoniestation Öhringen, Förderverein Seniorentreff e. V.

Zwei bis fünf Mal in der Woche für ein bis zwei Stunden erhalten die schwerkranken oder sterbenden Menschen und deren Angehörige Besuch, mit denen der Hospizdienst eine Begleitung vereinbart hat. Bei Bedarf werden Nachtwachen angeboten. Die derzeit 24 Ehrenamtlichen, die diesen Dienst leisten, betreuen im Jahr rund 30 Personen. Ein anspruchsvolles Ehrenamt, das sorgfältige Begleitung und Qualifizierung unabdingbar macht!

Der Ökumenische Hospizdienst Region Öhringen nimmt diese Verantwortung ernst. Im Vorbereitungskurs werden Interessierte zunächst an die Begleitung Schwerkranker und Sterbender herangeführt. »Die Ehreamtlichen treffen sich regelmäßig und verbindlich zu monatlichen Helfertreffen. Dabei gibt es neben dem Austausch Fortbildungen und Vorträge durch externe Referenten«, erläutert die hauptamtliche Leiterin Anna-Bettina Meng, »zusätzlich findet einmal im Monat Supervision statt«. Auch diese ist verbindlich; nur wer sich darauf einlässt, kann im Hospizdienst mitarbeiten. Außerdem gibt sich der Hospizdienst jeweils ein Jahresthema, an dem jeweils bei einem Fortbildungswochenende intensiv gearbeitet wird. Einige Ehrenamtliche machen auch eine Ausbildung in Trauerbegleitung. Manchmal treffen sich die Mitarbeiter/innen auch einfach zu geselligen Anlässen, einem gemeinsamen Grillfest beispielsweise.

Auch die Spiritualität wird gepflegt; hier ist Gemeindereferent Roman Ecker Ansprechperson und Begleiter, er nimmt nach Absprache an Helfertreffen oder Fortbildungswochenende teil. Und es gibt den Brückenschlag zu den Kirchengemeinden: Die Hospizhelfer/innen werden zum jährlichen Besinnungstag für ehrenamtliche Mitarbeiter/innen der Gemeinde eingeladen; der Hospizdienst gestaltet manchmal Gemeindegottesdienste. Die evangelische Alten- und Pflegeheimbeauftragte, Pfarrerin Veronika Raue, arbeitet beim Vorbereitungskurs mit.

Wie gut der Hospizdienst in den evangelischen wie katholischen Kirchengemeinden verortet ist, zeigt ein Zeitungsartikel vom Oktober 2011. Die Heilbronner Stimme titelte: »Jetzt fehlen nur noch fünf« und meinte damit den Anteil der rund 30 Kirchengemeinden in der Region Öhringen, die noch keinen Kooperationsvertrag mit dem Ökumenischen Hospizdienst geschlossen hatten.

Eine eher noch junge Einrichtung des Hospizdienstes ist das offene Trauercafé, das monatlich im Haus des Seniorentreffs stattfindet und vor einem Jahr gestartet wurde und regelmäßig von fünf bis acht Teilnehmer/innen besucht wird. Der Förderkreis Seniorentreff e. V. stellt in seinem Haus die Infrastruktur zur Verfügung, so auch kostenlos sein schönes »Gartenzimmer«. Anna-Bettina Meng leitet das Trauercafé gemeinsam mit einer ehrenamtlichen ausgebildeten Trauerbegleiterin. Zusammen haben sie eine klare Struktur für diese Nachmittage entwickelt; dabei ließen sich mit einer externen Beratung unterstützen.

Kontakt:
Anna-Bettina Meng, Tel. 07941 648026